Elbe-Klassik 2017

Auf zur XVIII. Elbe-Klassik!

Liebe Freunde der Elbe-Klassik,

für die diesjährige Elbe-Klassik hat die Findungskommission endlich einen geeigneten Termin ausgewählt.
Am Sonnabend, dem 9. September 2017 wollen wir mit Euch „von Stade zum Köhlfleet“ segeln:

Sa., 9. 9. 2017 ca. 12:30 h Sammeln der Klassiker bei Tonne 104, außerhalb des Fahrwassers.
NW Brunshausen: 13:25 Uhr
HW St. Pauli: 19:30 Uhr
ca. 13:00 h Start der Geschwaderfahrt, wir segeln dem Führungsboot folgend über interessante Umwege in das Köhlfleet.
zw. 16:30 h und 17:30 h Einlaufen in den Hafen des ESV
ab 18:00 h Beisammensein bei Grill, Bier und anderen Bilgegenüssen (“Grill und Bier vorhanden, alles andere kommt aus der eigenen Bilge“)
So., 10. 9. 2017 morgens Gemeinsames Frühstück (Brötchendienst wird organisiert)
danach Ablegen nach Lust, Laune und Tidenstand. Gute Reise elbab oder elbauf.
HW St. Pauli: 08:00 Uhr
NW Wedel: 14:00 Uhr

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Stapellauf in den 1960ern

Aus dem Köhlfleet raus, über den Atlantik und wieder zurück

1938 traf Hein Garbers , Mitglied des ESC, in aller Stille die notwendigen Vorbereitungen auf seiner von ihm selbst geschaffenen Windspiel III, einem klassischen Doppelender mit gerade mal 9,35m ü.a. Er hatte Großes vor. Das Ziel hieß Long Island- New York. Am 15. Mai des Jahres startete er vom Steg des ESV im Köhfleet. Nur wenige Vereinskameraden wussten von seinem Ziel. Bereits wenige Tage später ankerte er im Vorhafen von Dover, wo ihm sein erster Sturm einen mehrtägigen Aufenthalt abtrotzte. Über Südengland und die Azoren erreichte er nach 102 Tagen schließlich amerikanisches Festland. Aus dem Logbuch: 18.8., Wind SSO 7-10, Um 1600 wird das Schiff von einer achterlichen See überrannt und schlägt quer, Etmal 93 sm; 23.8. Fire Island Feuerschiff NzO 4, vor Anker unter Long Island. Am Ende standen 4362 sm auf der Logge. Er benötigte insgesamt 5 Tage weniger als der im Vorjahr gereiste Kapitän Schlimbach mit seiner größeren „Störtebecker III“. Die Presse in New York titelte damals „German single-handed Yachtman crossed the ocean“ Während seines Aufenthaltes gewann er fast nebenbei noch eine Regatta im Long Island Sound, die der Larchmond Yacht Club ausgerichtet hatte. Das Jahr war bereits weit voran geschritten und Garbers verzichtete daher auf die herbstliche Rückreise auf eigenem Kiel. So ging er Anfang Oktober mit seiner Windspiel III an Bord des Hapag-Dampfers „Bochum“ und erreichete schließlich am 20.10 seinen Ausgangspunkt, wo er von seinen Vereinskameraden und seinen Kollegen der Norderwerft gefeiert wurde.

Text zusammengestellt aus:
ESV (Hrsg.):75 Jahre Elb-Segler-Vereinigung e.V., Hamburg 1998, S.27ff.